Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub.
Aber erstmal ist er vorbei. Es geht wieder nach Hause. Heiße zwei Wochen haben wir zuerst in Kärnten und dann in Kroatien verbracht. Mit der Seele baumeln, treiben lassen und hie und da einen Business-Gedanken aufschreiben, wenn denn einer vorbei zog. Und es war herrlich, denn ich habe einfach nichts getan, außer im Schatten gelesen, auf dem Boot die kroatische Küste besegelt und auf der Luftmatratze im Meer herumgedümpelt.
Und jetzt beim Schreiben merke ich, wie wichtig Auszeiten sind, in denen wir uns komplett von unserem Business lösen und die Batterien voll aufladen (Hätten wir das nur mit unserer Bootsbatterie auch gemacht. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.).

Ein letzter Morgen-Spaziergang bevor wir gleich ins Auto steigen und die Heimreise antreten.
Mr. Handy begleitet mich. Ich habe ihn so getauft, weil er mir vor die Füße gelaufen ist und ich das Handy in hohem Bogen fallen gelassen habe. Ich weiß nicht, wer von uns beiden mehr erschrocken ist.

Ich schlendere noch am Meer entlang, während der beste Mann von allen das Auto fertig packt und startklar macht.
Zwei Wochen lang habe ich die Arbeit sein lassen, keine E-Mails beantwortet und meinen Kopf so richtig leer bekommen.

Die Ruhe vor dem Paddel-Sturm. Dieser Trend hat sich wirklich durchgesetzt.
Wir waren mit unseren Luftmatratzen irgendwie die Exoten. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich nenne eine aufblasbare Orangenscheibe mein Eigen und der beste Mann von allen eine Kombination von Zitronen- und Limettenscheiben auf grünen Minzblättern.

Erstaunlich mit wie wenig Pflanzen auskommen können.
Während ich nachschaue ob eines dieser Bilder etwas geworden ist, kommen mir bereits die ersten Gedanken was alles zu erledigen ist. Irgendwie will ich diese aber noch nicht zulassen und mache mich mal auf den Weg zum Auto.

Nun sitzen wir im Auto und starten Richtung Heimat.
Nach ein paar Kilometern der erste Stau. Einer von vielen wie sich noch herausstellen wird.

Und der nächste Stau. Aber zumindest die Landschaft ist schön.
Angenehme 24 Grad und ein kleines Lüftchen machen das im Auto sitzen erträglich.
Fun fact: ich bin die weltschlechteste Beifahrerin und fahre meistens selbst. Der beste Mann von allen hat sich über die Jahre dran gewöhnt und fragt nicht mal mehr ob er ans Steuer darf soll.

Nach 4 Stunden sind wir immer noch irgendwo mitten in Slowenien.
Das in der Früh frisch gekaufte Obst für die Fahrt kann die langsam sinkende Laune nicht mehr heben und wir beschließen Essen zu gehen.
Die Seiten mit Salat und Gemüse in der Speisekarte überblättern wir in Eintracht und einigen uns sehr schnell auf die Jausenplatte mit frischem Brot.

Wir reihen uns wieder auf der Autobahn ein und nach weiteren zwei Stunden am Asphalt beschließen wir noch eine Pause zu machen. Denn eigentlich haben wir keinen Bock mehr.
Bei der Weiterfahrt lasse ich den besten Mann von allen sogar freiwillig ans Steuer.

Österreich hat uns wieder.
Nix los. Aber auch nicht mehr ganz so schönes Wetter. Ein paar Regentropfen erreichen die Windschutzscheibe und diese komische Scheibenwischer-Automatik wischt sich zum Narren. Wer hat die eigentlich verschlimmbessert?

Nach neun Stunden sind wir endlich zu Hause angekommen (fünf brauchen wir wenn alles glatt läuft).
Wir montieren den Fahrradträger (wir haben die Räder ein einziges Mal genutzt – hust) ab und wollen nur noch schnell etwas Essen gehen.
Kurz lässt sich sogar die Sonne blicken und wir kommen trockenen Fußes zum Heurigen.

Erdbeerbowle.
Ich war zu langsam beim Fotografieren. Oder mein Durst zu groß?
Jetzt noch unter die Dusche und ab ins Bett.

Lange konnte sich die Sonne nicht durchsetzen. Es regnet.
Für heute ist mir das aber herzlich egal. Ich liege in meinem Bett und bekomme das nasse Wetter nur mehr am Rande mit.
Heute mal kein Business. Und weißt du was? Das ist völlig okay so. Man muss nicht jeden Tag produktiv sein.
Einfach sein – ganz ohne Plan und Verpflichtungen. Darf sein, soll sogar. Und Urlaub erst recht.
Wann hast du das letzte Mal deinen Urlaub ohne E-Mails und ToDo-Listen genossen?
Liebe Claudia, danke, dass du mich in 12 Bildern mit durch deinen Tag nimmst. 4 Stunden Stau sind eine Ansage! Ich hoffe, das Urlaubsgefühl konntest du dir dennoch erhalten. Ich mag übrigens sehr diese blau leuchtenden Blumen (? Pflanzen..?) sehr, die stehen auch hier in Stuttgart an vielen Straßen. Ich finde es so fazinierend, dass ich das silbrige blau immer gar nicht ganz fassen kann 🙂 Liebe Grüße Shireen
Liebe Shireen,
wie schön, dass du mit durch meinen Tag „mitgereist“ bist – wenn auch mit Stau-Stopps 😅 Die 4 Stunden waren wirklich eine Geduldsprobe… aber das Urlaubsgefühl hat sich zum Glück nicht komplett im Auspuff aufgelöst. 😂
Und jaaa, ich finde die meisten Pflanzen / Blumen die man so am Wegesrand findet fast immer spannender als die Klassiker 🌸
Ganz liebe Grüße zurück zu dir.
Claudia