Nur weil ich Gedankenstriche verwende – ernsthaft jetzt?
Letztens hat mir jemand geschrieben:
„Deine Texte sind sch…, du nutzt dafür die KI“
Ich hab kurz überlegt, ob ich lachen oder weinen soll.
Nicht, weil die Aussage eigentlich negativ gemeint war.
Sondern weil sie so … symptomatisch [hier hat mir die KI geholfen, ein spannendes Wort zu finden] ist.
Denn aktuell passiert etwas Interessantes:
Sobald ein Text klar ist, gut strukturiert und halbwegs angenehm zu lesen, kommt sofort der Verdacht: „Du verwendest Gedankenstriche. Das macht doch nur die KI.“
Ähm, nein.
Ich nutze Gedankenstriche seit … immer
Schon in der Schule.
Ich war nie eine begabte Geschichtenerzählerin. Und das kommt bei Aufsätzen und Schularbeiten nicht besonders gut.
So habe ich begonnen mit Gedankenstrichen zu arbeiten. Weil sie genau das tun, was mir beim Schreiben hilft:
» sie strukturieren
» sie bringen meine Gedanken auf den Punkt
» sie klingen einfach mehr nach mir
Für mich sind Gedankenstriche kein Stilmittel – sondern sie sind mein Werkzeug.
Ich schreibe mit ihnen so, wie ich denke.
Das eigentliche Problem ist ein anderes
Die KI ist nicht das Problem – die Wahrnehmung ist es.
Texte, die:
» klar sind
» verständlich sind
» nicht künstlich klingen
» einen Rhythmus haben
fühlen sich für viele „zu gut“ an.
Und dann ist die einfachste Erklärung: „Das war bestimmt KI.“
Spoiler:
Gute Texte gab es schon vor ChatGPT & Co.
KI hat keinen Stil. Menschen schon.
Das ist der Punkt, der oft komplett untergeht.
KI kann Texte erzeugen: Schnell. Cool geschrieben. Grammatikalisch korrekt.
Aber, das was einen Text wirklich lebendig macht, kommt von dir:
» deine Art, Dinge zu erklären
» deine Wortwahl
» deine kleinen Eigenheiten (auch die Gedankenstriche 😏)
Warum Gedankenstriche plötzlich „verdächtig“ sind
Weil viele KI-Texte genau so aufgebaut sind: Kurze Absätze, klar strukturiert, Gedankenstriche statt verschachtelter Sätze.
Und weißt du, warum?
Nicht, weil KI das erfunden hat.
Sondern weil es gut lesbar ist.
Wenn du also so schreibst, dass Menschen dich gerne lesen … dann sieht das halt vielleicht manchmal aus wie „KI“.
Ich schreibe übrigens absichtlich so „stückelig“
Noch so ein Punkt, der oft falsch verstanden wird.
Ich schreibe keine langen Textblöcke: lange Absätze (außer ich muss etwas genau erklären), fünf Zeilen ohne Luft holen, Textwüsten bei denen du nach dem dritten Satz aussteigst.
Ganz ehrlich: liest doch keiner gern.
Ich schreibe so, wie ich auch rede: kurz, klar, auf den Punkt.
Mit Pausen dazwischen.
Mit Raum zum Mitdenken.
Und nein –
auch das hat nicht die KI erfunden 😏
Jetzt mal ehrlich
Was wäre die Alternative?
» Schlecht schreiben, nur damit niemand denkt es war KI?
» Sätze extra kompliziert machen?
» Absätze unnötig aufblasen?
» Gedanken künstlich verkomplizieren?
Ich schreibe lieber so, dass man mich versteht.
Mein Fazit – mit Gedankenstrich
Ja, ich verwende Gedankenstriche.
Ja, meine Texte sind kurz und bündig.
Ja, sie lesen sich flüssig.
Und nein –
das macht sie nicht zu KI-Texten.
Das macht sie zu meinen Texten.
Schon seit der Schulzeit [Auch wenn meine Deutschlehrer das nicht immer alle gut fanden].
Und falls du dich gerade fragst …
… ob deine Texte „zu gut“ klingen könnten: Mach genau so weiter.
Denn ganz ehrlich?
Wenn jemand glaubt, deine Texte seien von der KI geschrieben … dann ist das nicht dein Problem. 😉
PS.
Das Beitragsbild hat die KI für mich entworfen.
Hier das Originalfoto dazu:




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